Warenkorb Der Warenkorb ist leer
Széchenyi 2020

Die Geschichte des Motiven von Kalocsa

Das Motiven- und Farbenwelt von Kalocsa entstand nach 1912, als die Fadenfabrik in Nagyatád eröffnet worden war. In diesen Zeiten begann die Herstellung von farbechten Fäden, deren Farben die Wand- und Porzellanmalerei übernommen hat.

Angesichts der Motivenwelt benutz das Kalocs-Muster die stilisierte Form der Wiesenblumen, zum Beispiel des Vergissmeinnichts, der Nelke, der Kornblume, des Friedels, der Margerite oder des Stiefmütterchens. Man setzt die Blumen in Streifen, in einem Kranz oder einem Strauß auf die Stickarbeit bzw. größere Flächen werden mit ihnen gefüllt (z.B. Kalocsaer Schürze, Weste). 

Die größeren Blumenmuster (z.B. Tulpe, Nelke, Rose, Glockenblume) wurden halbiert vorgezeichnet und mit der Farbe der Blume oder des Blattes entsprechenden zwei Tönungen gestickt.

In der Volkskunst strebte man immer nach der Naturdarstellung.

Die farbige Kalocsaer Tracht gehörte früher der jüngeren Generation. Mit den Stickmustern folgte man den an Häusern verwendeten Motiven der Wandmalerei. Die Blumenverzierung war sehr beliebt, man benutzte Muster von Wiesen- und Gartenblumen (Veilchen, Sternblume, Lilie, Tulpe, Nelke, Glockenblume, Margerite, Friedel, Fuchsia, Stiefmütterchen, Rose, Rosenknospe, Schmuckkörbchen, der berühmte rote Paprika von Kalocsa, verschiedene Beeren, Vergissmeinnicht, Maiglöckchen usw.)