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Széchenyi 2020

Informationen über das Porzellan

Das Porzellan ist ein auf hoher Flamme, zwischen 1200 °C und 1400 °C ausgebranntes, galsiertes, muschelartig brechendes feinkeramisches Erzeugnis, edelster Stoff der keramischen Industrie.

Das wichtigste Grundelement des Porzellans ist das Kaolin, die meisten seiner Eigenschaften werden von ihm bestimmt. Kaolin kann in sich nur bei besonders hohen Temperaturen dicht gebrannt werden, deswegen gibt man das Schmelzen fördernde Stoffe, Feldspat und Kalk zur Porzellanmasse. Die dritte Hauptkomponente ist der fein gemahlene Quarz, der für die Transparenz der Porzellane verantwortlich ist. 

Das Porzellan wurde in China, im Provinz Honan während der Herrschaft der Tang-Dynastie erfunden. Seine Herstellungsweise wurde seit dem 14. Jahrhundert in der Kaiserlichen Porzellan Manufaktur besonders populär. Die für den chinesischen Hof gefertigten, schuppenartigen, den Orangenschalen ähnlichen, glasierten Stücke erschienen im 15. Jahrhundert. Die ersten Porzellangegenstände brachten die mittelalterlichen Kreuzritter nach Europa, wo sie bald sehr beliebt wurden. Der Name stammt aus Italien, von einer Meeresmuschel, die man dort ‘Porzellan’ nennt.

 

In Europa, in Frankreich, am Anfang des 18. Jahrhunderts, stellten eine ganze Menge Manufakturen Weichporzellan her. Das echte europäische Porzellan erfand der deutsche Alchimist und Keramiker Johann Friedrich Böttger und der Mathematiker-Physiker Ehrenfried Walter von Tschirnhausen. Die Porzellanfabrik in Meissen wurde am 23. Januar 1710 von Kurfürsten August dem Starken gegründet. In den 30er Jahren des 18. Jahrhunderts nahm die Produktion der Meissner Fabrik in solchem Maße zu, dass sie auf dem europäischen Markt Alleinherrscher wurde. Meissen erlang Weltruhm durch die in den 30er Jahren des Jahrhunderts hergestellten, 16-20 cm großen Figuren, die den Weg der Porzellanplastik für eine lange Zeit bestimmt haben. Die kleinen Figuren wurden in der Zeit des Rokokos, besonders nach 1740 beliebt. Am Anfang des 19. Jahrhunderts formierte sich der Stil der Porzellangegenstände unter der Wirkung des Klassizismus weiter.

Die drei ältesten Porzellanmanufakturen sind die in Meissen, Wien und Venedig.

Die ungarische Porzellanherstellung begann verhältnismäßig spät, erst im 19. Jahrhundert. Die erste Porzellanfabrik wurde von Ferdinand Bretzenheim in Telkibánya gegründet. Unter den Formen finden wir ungarische Volsfiguren oder die Feldflasche, deren Glasur anfangs grünlich-weiß war und später zum Weiß gewechselt wurde.